BEFÜLLUNG
Für die Befüllung des Hochbeetes gilt generell:
Das Füllgut wird nach oben hin immer feiner.
Zuerst den Boden mit einem "Mausgitter" auslegen um Wühlmäuse im Hochbeet zu verhindern.
1) ca. 25 cm dicker ‚Holzkern’ ganz unten – das sind Äste, Zweige, Strauchabfälle oder auch Wurzelstöcke. Mit etwas Erde bedecken
2) ca. 10 - 15 cm dicke Schicht mit Häckselgut. Dünne Äste oder ganz klein geschnittenes Holz. Eine Schicht undbedruckte Pappe oder Kartons, um den Start der Verrottung zu beschleunigen.
3) ca. 10 - 15 cm verrotteter Stallmist oder Pferdemist.
Kann auch durch halb verrotteten Kompost ersetzt werden oder andere organische Abfälle.
4) ca. 20 cm Grobkompost oder Erde.
5) zum Schluß mit Muttererde und zusätzlicher Komposterde randvoll anfüllen.

Innerhalb eines Jahres wird die Füllung etwa 10 cm zusammensinken. Ganz einfach in jedem Frühjahr mit reifer Komposterde nachfüllen.
Nach einer Nutzungsdauer von ca. 7 Jahren soll das Hochbeet neu befüllt werden. Humus, welcher in dieser Zeit entstanden ist, kann einfach im Garten verteilt werden.
Beim Befüllen gibt es viele Möglichkeiten, die abhängig sind von den vorhandenen Gartenabfällen und der Jahreszeit.
Da im Herbst die meisten Gartenabfälle zur Verfügung stehen ist es auch der beste Zeitpunkt ein Hochbeet zu befüllen.
Anpflanzen und Pflege
Im Idealfall erfolgt der Anbau von Salat u.a. Gemüse in Mischkultur, um eine einseitige Nährstoffentnahme zu verhindern.
1. Jahr:
In Reihen werden z.Bsp: Karotten, Zwiebel, Paradeiser, Gurken, Petersilie und verschiedene Kohlarten angebaut. Wichtig ist dabei die richtige Nachbarschaft, die Pflanzen schützen sich gegenseitig vor Schädlingen und fördern sich im Wachstum. Vorsicht: die höheren Pflanzen in der Mitte setzen damit alle Pflanzen genug Sonne bekommen.
2. Jahr:
Ab dem zweiten Jahr können mehr nitratspeichernde Pflanzen wie Spinat, Salat, Rote Rübe, Rettich und Chinakohl angebaut werden. Im zweiten Jahr ist die Nitratbelastung der nährstoffreichen Erde nämlich schon wesentlich reduzierter.
Die unteren Schichten des Hochbeetes speichern das Regenwasser nicht so gut, deshalb trocknet es relativ leicht aus. Von Vorteil wäre Mulchen.
Damit das Hochbeet nicht zu stark austrocknet, am besten am Rand rankende Pflanzen ansetzen. Sie schützen die Seitenwände vor allzu großer Sonneneinstrahlung (zB Kapuzinerkresse)
